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Stand: 10. März 2026 — Zuletzt aktualisiert: 10. März 2026

Make, Zapier und n8n — drei Automatisierungsplattformen, die alle dasselbe versprechen: Ihre Geschäftsprozesse automatisieren und Zeit sparen. Doch die Unterschiede sind gewaltig — in Preis, Funktionsumfang, Datenschutz und Flexibilität. Gerade für Schweizer KMU, die das nDSG einhalten müssen, ist die Wahl entscheidend.

Key Insight:

Zapier ist am einfachsten zu bedienen, aber am teuersten bei Skalierung. Make bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit visuellen Workflows. n8n gibt maximale Kontrolle und ist die günstigste Option — aber nur für Teams mit technischem Know-how. Für Schweizer KMU mit nDSG-Anforderungen bietet n8n als einziges Tool eine vollständige Self-Hosting-Option auf Schweizer Servern.

Was sind Make, Zapier und n8n überhaupt?

Alle drei Plattformen sind sogenannte Automatisierungstools oder iPaaS (Integration Platform as a Service). Sie verbinden verschiedene Software-Anwendungen miteinander und automatisieren Workflows — ohne dass Sie programmieren müssen. Ein typisches Beispiel: Wenn ein Kontaktformular auf Ihrer Website ausgefüllt wird, erstellt das Tool automatisch einen Kontakt im CRM, sendet eine Bestätigungs-E-Mail und benachrichtigt den Vertrieb via Slack.

  • Zapier (2012, USA): Der Marktführer mit über 7’000 Integrationen. Cloud-only, sehr benutzerfreundlich.
  • Make (ehemals Integromat, 2016, Tschechien): Visueller Workflow-Builder mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis. Cloud-basiert.
  • n8n (2019, Deutschland): Open-Source-Alternative mit Self-Hosting-Option. Maximal flexibel, aber technisch anspruchsvoller.

Wie unterscheiden sich die drei Tools im Direktvergleich?

Hier die wichtigsten Vergleichspunkte auf einen Blick:

Kriterium Zapier Make n8n
Benutzerfreundlichkeit ⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr einfach ⭐⭐⭐⭐ Einfach-Mittel ⭐⭐⭐ Technisch
Integrationen 7’000+ 1’800+ 400+ (erweiterbar)
Workflow-Builder Linear (Schritt für Schritt) Visuell (Drag & Drop) Visuell + Code
Kostenloser Plan 100 Tasks/Monat 1’000 Ops/Monat Unbegrenzt (Self-Hosted)
Einstiegspreis (Bezahlt) Ab USD 29.99/Monat Ab USD 10.59/Monat Ab USD 24/Monat (Cloud)
Self-Hosting Nein Nein Ja (kostenlos)
KI-Features Grundlegend Grundlegend Stark (AI Agent Nodes)
Datenstandort Schweiz Nein (USA) Nein (EU) Ja (Self-Hosted möglich)
Fehlerbehandlung Basis Erweitert Erweitert + Custom
API-Zugang Eingeschränkt Gut Voll (Open Source)

Was kosten die Tools bei realistischer Nutzung für ein KMU?

Die Preismodelle unterscheiden sich fundamental. Zapier rechnet nach Tasks (jeder Schritt = 1 Task), Make nach Operationen (ähnlich, aber günstiger) und n8n bietet eine Flatrate oder kostenloses Self-Hosting.

Nutzungsszenario Zapier Make n8n (Self-Hosted)
Leichte Nutzung (500 Ausführungen/Monat) USD 29.99/Monat Kostenlos Kostenlos (Server: ~CHF 15/Monat)
Mittlere Nutzung (5’000 Ausführungen/Monat) USD 73.50/Monat USD 10.59/Monat Kostenlos (Server: ~CHF 25/Monat)
Starke Nutzung (25’000 Ausführungen/Monat) USD 448.50/Monat USD 42.29/Monat Kostenlos (Server: ~CHF 40/Monat)
Enterprise (100’000+ Ausführungen) Individuell (ab USD 1’200+) USD 175/Monat Kostenlos (Server: ~CHF 80/Monat)
Jahreskosten (mittlere Nutzung) ~CHF 850/Jahr ~CHF 125/Jahr ~CHF 300/Jahr (Server)

⚠ Achtung bei der Preiskalkulation

Zapiers Kosten können schnell explodieren, da jeder einzelne Schritt in einem Workflow als separater Task zählt. Ein Workflow mit 5 Schritten, der 100x täglich läuft, verbraucht 500 Tasks pro Tag = 15’000 pro Monat. Bei Make zählt das gleiche Szenario nur als 100 Operationen.

Welches Tool eignet sich am besten für Schweizer KMU?

Die Antwort hängt von drei Faktoren ab: Ihrem technischen Know-how, Ihren Datenschutzanforderungen und Ihrem Budget.

Zapier: Für nicht-technische Teams, die schnell starten wollen

Zapier ist ideal, wenn Sie keine technische Person im Team haben und einfache Automationen brauchen (z.B. Formulare mit CRM verbinden, E-Mail-Benachrichtigungen). Die intuitive Benutzeroberfläche macht den Einstieg in Minuten möglich. Der Nachteil: Bei wachsender Nutzung wird es schnell teuer, und die Daten liegen auf US-Servern.

Make: Für KMU, die Preis-Leistung priorisieren

Make bietet den besten Kompromiss aus Benutzerfreundlichkeit und Kosten. Der visuelle Builder ist intuitiv, die Preise sind deutlich günstiger als Zapier, und die Daten liegen in der EU (aber nicht in der Schweiz). Für die meisten Schweizer KMU, die das nDSG mit EU-Datenverarbeitung vereinbaren können, ist Make die empfohlene Wahl.

n8n: Für technisch versierte Teams mit Datenschutz-Fokus

n8n ist die einzige Option, die Self-Hosting in der Schweiz ermöglicht — alle Daten bleiben garantiert auf Schweizer Servern. Laut einem Reddit-User lässt sich n8n problemlos auf der AWS Region Zürich betreiben, was vollständige nDSG-Konformität sicherstellt. Die KI-Features (AI Agent Nodes) sind deutlich fortgeschrittener als bei Zapier oder Make. Der Nachteil: Sie brauchen jemanden, der den Server wartet.

nDSG-Tipp für Schweizer KMU

Wenn Sie sensible Kundendaten verarbeiten (Gesundheitsdaten, Finanzdaten, Personaldaten), sollten Sie entweder n8n self-hosted auf Schweizer Servern nutzen oder mit Ihrem Datenschutzbeauftragten klären, ob Make (EU-Server) für Ihren Anwendungsfall genügt. Zapier (US-Server) ist für sensible Daten unter dem nDSG nur mit zusätzlichen Garantien möglich.

Welche konkreten Workflows automatisieren Schweizer KMU am häufigsten?

Laut kmu.admin.ch nutzen immer mehr Schweizer KMU Automatisierung besonders im Marketing und Vertrieb. Die häufigsten Use Cases:

  1. Lead-Management: Website-Formular → CRM-Eintrag → Welcome-E-Mail → Slack-Benachrichtigung
  2. Rechnungsverarbeitung: E-Mail-Eingang → PDF-Extraktion → Buchhaltungssoftware (z.B. Bexio)
  3. Social Media: Blog-Artikel veröffentlicht → automatisch auf LinkedIn, Facebook und Newsletter teilen
  4. Kundensupport: Support-Ticket → Kategorisierung → Zuweisung → Fälligkeitsüberwachung
  5. HR-Onboarding: Neuer Mitarbeiter → Accounts erstellen → Willkommens-E-Mails → Kalendereinträge

✓ Praxis-Beispiel

Ein Treuhand-KMU in Zürich automatisierte mit Make seinen gesamten Onboarding-Prozess für neue Mandanten. Ergebnis: 4 Stunden Zeitersparnis pro Neukunde, 90% weniger vergessene Schritte, 100% konsistente Kundenbetreuung. Kosten: CHF 10/Monat für Make.

Wie steige ich am besten ein?

Unser 3-Schritte-Empfehlung für Schweizer KMU:

  1. Identifizieren Sie Ihren grössten Zeitfresser — Welcher repetitive Prozess kostet Sie oder Ihr Team am meisten Zeit?
  2. Starten Sie mit einem kostenlosen Plan — Alle drei Tools bieten einen Gratis-Einstieg. Testen Sie Make (1’000 Ops kostenlos) oder n8n (unbegrenzt self-hosted).
  3. Skalieren Sie schrittweise — Automatisieren Sie einen Workflow, messen Sie die Einsparung, dann erweitern Sie.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Programmierkenntnisse für Make, Zapier oder n8n?

Für Zapier und Make brauchen Sie keine Programmierkenntnisse — beide sind No-Code-Plattformen. Für n8n hilft technisches Verständnis, besonders beim Self-Hosting und bei komplexeren Workflows. Grundlegende Automationen sind aber auch in n8n ohne Code möglich.

Kann ich von Zapier zu Make oder n8n wechseln?

Ja, aber Workflows müssen manuell neu aufgebaut werden — es gibt keinen automatischen Import. n8n bietet einen Zapier-zu-n8n-Migrationsguide. Planen Sie 1–2 Tage für die Migration von 10–20 Workflows ein.

Sind diese Tools nDSG-konform?

n8n (self-hosted in der Schweiz) ist vollständig nDSG-konform. Make (EU-Server) kann konform sein, wenn die Datenverarbeitung mit angemessenen Garantien erfolgt. Zapier (US-Server) erfordert zusätzliche vertragliche Massnahmen nach dem nDSG. Für sensible Daten empfehlen wir n8n self-hosted.

Kann die KI Company bei der Einrichtung helfen?

Ja. Wir bieten Beratung, Setup und laufende Betreuung für alle drei Plattformen. Besonders bei n8n Self-Hosting übernehmen wir das komplette Setup auf Schweizer Servern — inklusive Wartung und Updates.

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